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„Ein Stück Welt" Aktion führte Bäckermeister Klaus Peter zur Hilfe vor Ort in den Nord-Irak

01.02.2016

Mit seiner „Ein Stück Welt“ Aktion hat sich das Familien-Unternehmen Bäcker Peter in der vorweihnachtlichen Zeit für den Caritas-Flüchtlingshilfe Essen e.V. engagiert. Insgesamt 10.000 Euro sind für den gemeinnützigen Verein durch den Verkauf des Brotes zusammengekommen. Und weil die Caritas-Flüchtlingshilfe vorschlug, die Gelder direkt vor Ort in der Krisenregion einzusetzen, hat sich Bäckermeister Klaus Peter persönlich auf die Reise in den Irak begeben. Er hat sich ein Bild von der Verwendung der Mittel und von der Situation der Menschen gemacht. „Es war ein prägendes Ereignis“, so das Fazit.

Von Düsseldorf aus ging es für die insgesamt fünfköpfige Delegation über einen Zwischenstopp in Istanbul zunächst nach Erbil. Die 1,4 Millionen Einwohner zählende Metropole, gelegen in der autonomen kurdischen Region im Nord-Irak, gehört zu den großen Kulturstätten der Menschheit. Die dortige Zitadelle, seit 2014 UNESCO Welt-Erbe, gilt als ältester durchgehend bewohnter Ort der Erde.

Schon seit Oktober 2013 unterstützt die Caritas-Flüchtlingshilfe Menschen, die in der autonomen kurdischen Region eine Zuflucht suchen. Und das sind wahrlich viele. Die rund fünf Millionen Einwohner des Gebietes haben bisher etwa 2,3 Millionen Vertriebene und Verfolgte aufgenommen, die nun vornehmlich in Rohbauten (stillstehenden Baustellen) und Flüchtlingscamps leben. Dabei kommen die Geflohenen aus der gesamten Region, aus unterschiedlichen Ländern. Ihre Herkunft spielt allerdings kaum bis gar keine Rolle.

Nahe der Stadt Dohuk ist in einem der Camps (Mam Rashan) auf Initiative des NRW-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel und der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen das „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ entstanden. Dabei handelt es sich um ein kleines Container-Dorf inmitten eines großen Camps, das bei Vollauslastung rund 12.000 Menschen beherbergen wird. Durch Spenden von Organisationen, Firmen, Kommunen und Privatpersonen aus NRW ist es gelungen, in einem ersten Schritt 50 Wohncontainer zu installieren, die den Geflohenen ein Obdach bieten.

„Die persönlichen Schicksale haben mich sehr bewegt“, berichtet Klaus Peter, der nach eigener Auskunft „sehr, sehr viel gelernt“ hat auf seiner Reise. „Sehr viel über Menschen, über Politik, über unterschiedliche Sichtweisen und das Leben im Allgemeinen. Daher differenziere ich seit meiner Rückkehr sehr viel stärker als zuvor.“

Bei der Einweihung des „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ wurde – wie es der Zufall so will – auch eine von Deichmann gestiftete Backstube eröffnet. Durch sie können sich die Menschen künftig in Teilen selbst versorgen und ernähren. Und natürlich ließ es sich Klaus Peter nicht nehmen, selbst mit Hand anzulegen und gemeinsam mit den Frauen, die in der Backstube eine Arbeit gefunden haben, Fladenbrote für die Camp-Bewohner zu backen.

In Mam Rashan haben bisher vornehmlich Jesiden eine Bleibe gefunden, die aus der Region um Sindschar vor der Terrororganisation IS geflohen sind. Doch das Camp war nicht das einzige, das Klaus Peter besuchte.

Der Familien-Vater war auch in Ankawa, einer Vorstadt von Erbil. Dort sind rund 1.500 christliche Familien in einem Camp unter gekommen. Sie haben sich aus Mossul vor dem IS in Sicherheit gebracht, und viele konnten dabei nur ihr Leben retten. Hier kümmerte sich Klaus Peter unter anderem um eine Verteilaktion. Dabei erhielten Kinder Pakte (u.a. mit Winterkleidung), die durch die „Ein Stück Welt“ Aktion ermöglicht wurden.

„Es war eine Super-Idee der Caritas-Flüchtlingshilfe, die Gelder direkt bei den Flüchtlingen in Kurdistan einzusetzen“, erklärt Klaus Peter. Und es könnte durchaus sein, das dies nicht sein letzter Besuch bei den Menschen in der Krisenregion war.